


Die Gegend um Spielfeld war früh besiedelt. Östlich von Spielfeld wurden 1934 ein ausgedehnter norischer Ringwall und Hügelgräber entdeckt.
Die urgeschichtliche Siedlung beherrschte den Murübergang und verrät, dass der Talpaß von St. Egidi (Sentilij) schon damals begangen worden sein muss.
In norischer Zeit entwickelte sich das keltische Oppidum Solva auf dem Frauenberg bei Leibnitz zum Mittelpunkt des mittleren Murtales. Von ihm führten nach allen Seiten Wege ins Land, die die Römer später ausbauten. So unter anderem über Flavia Solva (Leibnitz) - Aflenz - Retznei - Ehrenhausen und über den Bergpaß Platsch der Weg ins Drautal. Höhenstraßen waren damals wegen der guten Weitsicht sehr beliebt; außerdem waren bergauf Angreifende von vornherein im Nachteil. Nach dem Zusammenbruch des Römerreiches benutzte man das Straßennetz weiter, bis es schließlich im 10. Jahrhundert völlig verödete. Der wiederauflebende Donau-Adria-Verkehr verlagerte sich in die Alpen: Semmering - Mürz - Mur- Platsch und weiter südwärts.
Ende des 14. Jahrhunderts schloss sich Triest an Österreich an, die "Triesterstraße" kam in Schwung. Kaiser Karl VI. (Vater von Maria Theresia) baute sie zur "Reichspoststraße" aus, auf der schlesische Wagen bis an die Adriahäfen gelangen konnten. In Ehrenhausen wurde eine Murbrücke errichtet, in Spielfeld blieb es weiterhin bei einer Fähre (als "das Urfahr" zu Spielfeld 1537 erstmals erwähnt).
1828 wurde die "Wien-Triester-Haupt Commercial-Reichsstraße" gebaut, die über Straß, Spielfeld und St. Egidi südwärts führte. Nun wurde auch in Spielfeld eine Murbrücke geschlagen (1830), und der Verkehr über den Platsch kam zum Erliegen. Nur mehr der Name erinnert an diese Mautstraße (placati, slow. = zahlen).
1846 nahm im Bereich Spielfeld die k.u.k. Südbahn ihren Betrieb auf, die Wien mit Triest verband und später privatisiert wurde.
1885 kam die Radkersburger Bahnlinie hinzu, und Spielfeld wurde ein Eisenbahnknotenpunkt. Die Eisenbahn ließ die Reichsstraße an Bedeutung verlieren, da sich allmählich der gesamte Überlandverkehr auf die Bahn verlagerte.
Die Motorisierung des 20. Jahrhunderts holte den Verkehr wieder auf die Straße zurück. Die alte Triester Reichsstraße (nun die B 67) konnte den zunehmenden Verkehr nicht mehr fassen und wird nun von einer Autobahn abgelöst.